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Hypothek (Erlöschen)

Hypothek wird zur Eigentümerhypothek

Rz. 3

Eigentümerhypothek

Belastet ein Eigentümer sein Grundstück mit einer Hypothek, erfolgt dies zu Gunsten eines Dritten (z.B. Darlehensgeber). Daher sind der Eigentümer eines Grundstücks und der Inhaber einer Hypothek unterschiedliche Personen. In diesem Fall wird die Hypothek auch Fremdhypothek genannt.

Wird der Eigentümer eines belasteten Grundstücks zugleich auch Inhaber der Hypothek, fallen Hypothek und Eigentum bei derselben Person zusammen. Dann liegt eine Eigentümerhypothek vor.

Die Hypothek wird zur Eigentümerhypothek, wenn der Eigentümer die Hypothek erwirbt, z.B. wenn die Forderung nicht entsteht, oder erlischt (§ 1163 Abs. 1 BGB@).

Eigentümer zahlt

Wird die Forderung vom Eigentümer des belasteten Grundstücks bezahlt, ist zu berücksichtigen, ob der Eigentümer zugleich auch persönlicher Schuldner der Forderung ist.

Ist der Eigentümer des belasteten Grundstücks zugleich der persönlicher Schuldner der Forderung erlischt die Forderung mit der Bezahlung (§ 362 Abs. 1 BGB@). Erlischt die Forderung, erwirbt der Eigentümer die Hypothek (§ 1163 Abs. 1 BGB@). Die Fremdhypothek (z.B. Bankhypothek) wird zur Eigentümerhypothek.

Ist der Eigentümer des belasteten Grundstücks nicht zugleich Schuldner der Forderung und wird die Forderung vom Eigentümer bezahlt, dann geht die Forderung auf den Eigentümer über (§ 1143 Abs. 1 BGB@) und somit auch die Hypothek (§ 1153 Abs. 1 BGB@). Die Fremdhypothek wird zur Eigentümerhypothek. Da sich die Hypothek mit dem Eigentümer vereinigt und zugleich dem Eigentümer die Forderung zusteht, bestimmen sich die Rechte aus der Hypothek nach den Vorschriften der Grundschuld (§ 1177 Abs. 2 BGB@).

Beispiel: Der Vater belastet sein Haus mit einer Hypothek, um dass der Sohn ein Bankdarlehen erhält. Bezahlt der Vater das Darlehen, geht die Forderung auf den Vater über (§ 1143 Abs. 1 BGB@) und somit auch die Hypothek (§ 1153 Abs. 1 BGB@). Da sich die Hypothek mit dem Eigentümer vereinigt und dem Eigentümer die Forderung zusteht, ist § 1177 Abs. 2 BGB@ zu beachten.

Forderung entsteht nicht

Ist die Forderung, für welche die Hypothek bestellt ist, nicht entstanden, steht die Hypothek dem Eigentümer zu (§ 1163 Abs. 1 BGB@). Beispielsweise kann eine Forderung wegen Nichtigkeit des Darlehensvertrags nicht entstehen.


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Dokument-Nr. 000534, © jura-basic 2020

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