jura-basic (Lexikon: Auflassung) - Grundwissen
   

  Rechtslexikon

 Juristisches
      Basiswissen

Rechtsgebiete:


Informationen:

Eigentum (Eigentumsübertragung von Immobilien, Grundstücken)

Auflassung

Beim Grundstückskauf ist der Kaufvertrag das Verpflichtungsgeschäft. Mit dem Abschluss des Kaufvertrags ist der Käufer noch nicht Eigentümer der Sache. Der Kaufvertrag verpflichtet den Verkäufer lediglich zur Eigentumsübertragung (§ 433 BGB@). Nach dem Abschluss des Kaufvertrags ist der Verkäufer dann verpflichtet, den Kaufvertrag zu erfüllen. Zur Erfüllung des Kaufvertrags (Verpflichtungsgeschäfts) ist die Eigentumsübertragung des Grundstücks (Immobilie) erforderlich.

Für die Eigentumsübertragung ist die Einigung der Parteien über die Eigentumsübertragung notwendig. Die Auflassung ist die Einigung der Parteien über die Eigentumsübertragung.

Die zur Übertragung des Eigentums an einem Grundstück nach § 873 erforderliche Einigung des Veräußerers und des Erwerbers (Auflassung) muss bei gleichzeitiger Anwesenheit beider Teile vor einer zuständigen Stelle erklärt werden (§ 925 Abs. 1 BGB@). Veräußerer und Erwerber müssen nicht persönlich anwesend sein. Sie können sich auch durch Stellvertreter vertreten lassen.

Zur Entgegennahme der Auflassung ist jeder Notar zuständig (§ 925 Abs. 1 BGB@). Die Erklärung einer Auflassung soll nur entgegengenommen werden, wenn die nach § 311b Abs. 1 Satz 1 erforderliche Urkunde über den Vertrag vorgelegt oder gleichzeitig errichtet wird.

Ein Vertrag, durch den sich der eine Teil verpflichtet, das Eigentum an einem Grundstück zu übertragen oder zu erwerben, bedarf der notariellen Beurkundung (§ 311b Abs. 1 BGB@).

Die Auflassung kann durch eine Auflassungsvormerkung gesichert werden (s.u. Auflassungsvormerkung).

Inhaltsübersicht..   (jura-basic)


Hinweise

Seite aktualisiert: 04.04.2016, Copyright 2017