jura-basic (Lexikon: Depotgesetz) - Grundwissen
   

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Kapitalmarktrecht

Depotgesetz

Das Depotgesetz regelt die Verwahrung und die Anschaffung von Wertpapieren. Wertpapiere im Sinne dieses Gesetzes sind Aktien, Kuxe, Zwischenscheine, Zins-, Gewinnanteil- und Erneuerungsscheine, auf den Inhaber lautende oder durch Indossament übertragbare Schuldverschreibungen, ferner andere Wertpapiere, wenn diese vertretbar sind, mit Ausnahme von Banknoten und Papiergeld. Wertpapiere im Sinne dieses Gesetzes sind auch Namensschuldverschreibungen, soweit sie auf den Namen einer Wertpapiersammelbank ausgestellt wurden (§ 1 Abs. 1 DepotG).

Der Verwahrer ist verpflichtet, die Wertpapiere unter äußerlich erkennbarer Bezeichnung jedes Hinterlegers gesondert von seinen eigenen Beständen und von denen Dritter aufzubewahren, wenn es sich um Wertpapiere handelt, die nicht zur Sammelverwahrung durch eine Wertpapiersammelbank zugelassen sind, oder wenn der Hinterleger die gesonderte Aufbewahrung verlang (§ 2 DepotG, sog. Sonderverwahrung). Der Verwahrer muss die Wertpapiere nicht selbst verwahren, er ist berechtigt, die Wertpapiere unter seinem Namen einem anderen Verwahrer zur Verwahrung anzuvertrauen (§ 3 Abs. 1 DepotG, Drittverwahrung).

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Seite aktualisiert: 15.01.2012, Copyright 2017