jura-basic (Lexikon: Einwendung, Verteidigungsmittel) - Grundwissen
   

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Einwendungen und Einreden

Verteidigungsmittel

Einreden oder Einwendungen sind Gründe des Schuldners gegen einen Anspruch des Gläubigers.

Der Gläubiger hat vor Gericht keinen rechtlichen durchsetzbaren Anspruch auf Leistung, wenn dem Anspruch des Gläubigers (Klägers) ein rechtlicher Grund entgegen steht.

Da der Schuldner sich mit Einreden und Einwendungen gegen einen Anspruch des Gläubigers verteidigen kann, sind Einreden und Einwendungen die rechtlichen Verteidigungsmittel des Schuldners gegen einen Anspruch.

Der Schuldner kann gegenüber einem Anspruch geltend machen:

  • rechtshindernde Einwendungen (Unwirksamkeitsgründe)

  • rechtsvernichtende Einwendungen (Untergangsgründe)

  • rechtshemmende Einwendungen (Hemmungsgründe)

Wird der Schuldner vom Gläubiger vor einem Gericht verklagt, dann hat der Schuldner (nun Beklagter) auf eine erhaltene Klageschrift zu reagieren. In der Klageerwiderung hat der Beklagte seine Verteidigungsmittel vorzubringen (§ 277 ZPO@). Die Verteidigungsmittel sind vor dem Termin zur mündlichen Verhandlung durch vorbereitenden Schriftsatz so zeitig mitzuteilen, dass der Gegner die vorgebrachten Verteidigungsmittel überprüfen kann (§ 282 Abs. 2 ZPO@).

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Seite aktualisiert: 15.01.2012, Copyright 2017