jura-basic (Lexikon: Finderlohn) - Grundwissen
   

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Fund und Finderlohn

Finderlohn

Der Finder einer verlorenen Sache hat einen Anspruch auf Finderlohn (§ 971 Abs. 1 BGB@).

Der Finderlohn beträgt von dem Wert der Sache bis zu 500 Euro 5 Prozent. Bei einem Höheren Sachwert reduziert sich der Finderlohn auf 3 Prozent des Sachwertes (§ 971 BGB@).

Der Anspruch ist ausgeschlossen, wenn der Finder die Anzeigepflicht verletzt oder den Fund auf Nachfrage gar verheimlicht (§ 971 Abs. 2 BGB@).

Der Anspruch ist auch ausgeschlossen, wenn die Sache zum Zeitpunkt des Entdeckens bereits im Besitz einer anderen Person ist.

An einer Sache, die ein Kunde im Supermarkt verliert, erlangt der Geschäftsinhaber sofort Besitz. Wird die Sache später von einem anderen Kunden entdeckt, gilt sie als nicht verlorene Sache (BGH, 24.06.1987 - VIII ZR 379/86).

Beispiel: Verliert ein Kunde einen Geldschein in einem Supermarkt, so erlangt der Inhaber sofort Besitz an dem Geldschein. Findet ein anderer Kunde den Geldschein auf dem Boden und übergibt den Geldschein dem Inhaber, dann ist der Inhaber bereits zu diesem Zeitpunkt Besitzer des Geldscheins. Der Entdecker des Geldscheins hat keinen Anspruch auf Finderlohn (BGH aaO unter II.2c).

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Dokument-Nr. 000440

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Seite aktualisiert: 19.01.2017, Copyright 2017