jura-basic (Lexikon: Kalkulationsirrtum) - Grundwissen
   

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Willenserklärung (Irrtum, Kalkulationsirrtum)

Begriff und Bedeutung

Bei der Abgabe von Willenserklärungen kann der Erklärende einem Irrtum (Willensmangel) unterliegen.

Grundsätzlich bleibt der Erklärende an seine abgegeben Erklärung gebunden, denn der Erklärungsempfänger darf auf die Richtigkeit der Willenserklärung vertrauen.

Nur beim Vorliegen von bestimmten Voraussetzungen (z.B. Anfechtungsgründe nach § 119 BGB@) kann der Erklärende sich von einer fehlerhaften Willenserklärung durch die Anfechtung der Willenserklärung lösen (siehe Anfechtung).

Der Kalkulationsirrtum ist gesetzlich nicht geregelt.

Der Kalkulationsirrtum liegt vor, wenn der Erklärende eine bestimmte Geldsumme nennt, und ihm bei der vorangegangenen Berechnung einen Fehler unterlaufen ist z.B. durch falsche Kalkulationsgrundlage oder bei richtiger Kalkulationsgrundlage ein Rechenfehler unterläuft.

Es ist zwischen offenem und verdecktem Kalkulationsirrtum zu unterscheiden.

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Seite aktualisiert: 15.01.2012, Copyright 2017