jura-basic (Lexikon: Strandgut) - Grundwissen
   

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Fund und Finderlohn

Strandgut

Strandgut sind Sachen, die durch Meeresströmungen an die Meeresstrände gespült werden.

Auf Strandgut ist das Fundrecht anwendbar. Das Strandgut ist eine Fundsache.

Eine Fundsache ist eine verlorene Sache. Verloren ist eine Sache, die nicht im Besitz einer Person ist, da die Person nicht weiß, wo sich die Sache befindet. Der Verlierer hat die tatsächliche Herrschaft über die Sache verloren. Die verlorene Sache ist aber nicht herrenlos (eigentumslos).

Eine bewegliche Sache wird herrenlos, wenn der Eigentümer in der Absicht, auf das Eigentum zu verzichten, den Besitz der Sache aufgibt (§ 959 BGB@).

Durch das Herunterfallen der Sache vom Schiff verzichtet der Eigentümer nicht automatisch auf sein Eigentum an der Sache (regelmäßig fällt eine Sache gegen den Willen des Eigentümers vom Schiff). Es gilt gleiches, wie wenn eine Sache vom Fahrrad oder aus der Handtasche fällt. Dadurch verliert der Eigentümer noch nicht sein Eigentumsrecht. Vielmehr hofft der Verlierer, dass er die Sache findet oder dass ein Dritter die verlorene Sache findet und sich meldet oder zum Fundamt bringt.

Wer eine verlorene Sache findet und an sich nimmt, hat dem Empfangsberechtigten unverzüglich Anzeige zu machen (§ 965 Abs. 1 BGB@). Den Finder trifft eine Anzeigepflicht.

Kennt der Finder die Empfangsberechtigten nicht oder ist ihm ihr Aufenthalt unbekannt, so hat der Finder den Fund unverzüglich der zuständigen Behörde anzuzeigen. Den Finder trifft gegenüber der Behörde keine Anzeigepflicht, wenn die Sache nicht mehr als zehn Euro wert ist (§ 965 Abs. 2 BGB@). Eigentum an einer geringwertigen Fundsache kann unter bestimmten Voraussetzungen sechs Monate nach dem Fund erlangt werden (siehe Inhaltsübersicht, dort 10. Eigentumserwerb)


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Seite aktualisiert: 19.01.2017, Copyright 2019...