jura-basic (Lexikon: Gläubigergemeinschaft) - Grundwissen
   

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Gläubiger (Gläubigergemeinschaft)

Begriff und Bedeutung

Bei der Gläubigergemeinschaft haben mehrere Gläubiger einen Anspruch gegenüber dem Schuldner. Die Gläubiger können vom Schuldner das Gleiche fordern, aber der einzelne Gläubiger ist nicht berechtigt die Leistung an sich zu fordern. Der einzelne Gläubiger kann die Leistung nur an alle Gläubiger fordern.

Können Gläubiger eine Leistung nur an alle fordern, bilden die Gläubiger eine Gläubigergemeinschaft. Die Gläubiger sind lediglich gemeinsam empfangszuständig.

Eine Gläubigergemeinschaft (Mitgläubigerschaft) und somit eine gemeinsame Empfangszuständigkeit besteht

  • bei einer Erbengemeinschaft

  • bei Forderungen einer Bruchteilsgemeinschaft (Eigentümergemeinschaft), wenn sich die Forderung aus der gemeinsamen Verwaltung des gemeinschaftlichen Gegenstandes ergibt,

Besteht eine Mitgläubigerschaft, dann kann der Schuldner wegen der gemeinsamen Empfangszuständigkeit der Gläubiger nur bei Leistung an alle Gläubiger seine Leistungspflicht erfüllen. Der Schuldner ist nicht berechtigt die Leistung nur an einen Gläubiger zu erbringen (vgl. § 432 BGB@).

Von der Gläubigergemeinschaft ist die Gesamtgläubigerschaft zu unterscheiden. Bei der Gesamtgläubigerschaft ist jeder Gläubiger empfangsberechtigt und der Schuldner wird auch dann von seiner Leistungspflicht befreit, wenn er nur an einen Gesamtgläubiger leistet (siehe Gesamtgläubigerschaft).

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Seite aktualisiert: 12.10.2015, Copyright 2017