jura-basic (Lexikon: Auftrag Beendigung) - Grundwissen
   

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Auftrag

Beendigung

Rz. 11

Der Auftrag erlischt im Zweifel durch den Tod des Beauftragten (§ 673 BGB@). Erlischt der Auftrag, so hat der Erbe des Beauftragten den Tod dem Auftraggeber unverzüglich anzuzeigen.

Der Auftrag erlischt im Zweifel nicht durch den Tod oder den Eintritt der Geschäftsunfähigkeit des Auftraggebers (§ 672 BGB@). Erlischt der Auftrag doch, so hat der Beauftragte, wenn mit dem Aufschub Gefahr verbunden ist, die Besorgung des übertragenen Geschäfts fortzusetzen, bis der Erbe oder der gesetzliche Vertreter des Auftraggebers anderweit Fürsorge treffen kann; der Auftrag gilt insoweit als fortbestehend (§ 672 BGB@).

Der Auftrag kann von dem Auftraggeber jederzeit widerrufen, von dem Beauftragten jederzeit gekündigt werden (§ 671 Abs. 1 BGB@). Ein Grund der Beendigung bedarf es nicht.

Der Beauftragte darf nur in der Art kündigen, dass der Auftraggeber für die Besorgung des Geschäfts anderweit Fürsorge treffen kann. Der Beauftragte darf daher nicht zur Unzeit kündigen. Etwas anderes gilt, wenn ein wichtiger Grund für die unzeitige Kündigung vorliegt. Kündigt er ohne solchen Grund zur Unzeit, so hat er dem Auftraggeber den daraus entstehenden Schaden zu ersetzen (§ 671 Abs. 2 BGB@). Der Beauftragte kann auch auf sein Kündigungsrecht nach § 671 Abs. 2 BGB@ verzichten. Liegt ein wichtiger Grund vor, so ist der Beauftragte zur Kündigung auch dann berechtigt, wenn er auf das Kündigungsrecht verzichtet hat (§ 671 Abs. 3 BGB@).

Nach der Beendigung des Aufttrags ist der Beauftragte verpflichtet, dem Auftraggeber alles, was er zur Ausführung des Auftrags erhalten und was er aus der Geschäftsführung erlangt hat, herauszugeben (§ 667 BGB@).


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Dokument-Nr. 000220, © jura-basic 2019

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