jura-basic (Lexikon: Zahlungsdienstevertrag SEPA-Lastschriftmandat) - Grundwissen
   

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Zahlungsdienstevertrag

SEPA Lastschriftmandat

Rz. 12

Beim SEPA-Lastschriftmandat (bei dem der Zahlungsempfänger zum Einzug von dem Konto des Zahlers ermächtigt wird, ehemals Einzugsermächtigung), erhält die Bank vom Zahler neben dem Zahlungsauftrag zugleich die Zustimmung den Einzugsbetrag einzulösen.

Bei der alten Einzugsermächtigung (vor dem SEPA-Verfahren) wurde die Zustimmung nach Ablauf von 6 Wochen erteilt, wenn kein Widerruf erfolgte.

Damit das Geld rechtzeitig beim Kunden abgebucht werden kann, muss die SEPA-Basis-Lastschriften mindestens einen Bankarbeitstag vor dem Fälligkeitstermin beim Kreditinstitut des Zahlungspflichtigen vorliegen.

Die Dauer der Gültigkeit eines SEPA-Lastschriftmandats ist davon abhängig, ob es sich um eine Einmal-Lastschrift oder wiederkehrende Lastschrift handelt. Das wiederkehrende Lastschriftmandat erlischt nach 36 Monate, wenn es nicht erneut in Anspruch genommen wird. Ein SEPA-Lastschriftmandat erlischt auch, wenn es widerrufen wird.

Es gibt zwei Lastschriftverfahren, eine Basisvariante (die Verbraucherlastschrift) und eine Variante für Geschäftskunden (die Firmenlastschrift).

Einer SEPA-Basis-Lastschrift kann der Kontoinhaber innerhalb von acht Wochen nach Kontobelastung widersprechen. Der Belastungsbetrag wird dann dem Konto wieder gutgeschrieben. Bei einem Einzug ohne gültigem SEPA-Mandat, kann der Kontoinhaber (Zahler) innerhalb von 13 Monaten nach Belastung des Kontos die Erstattung des Lastschriftbetrages zurückverlangen.


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Dokument-Nr. 000739 (Details, unten bei Hinweise), © jura-basic 2021

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