jura-basic (Lexikon: Nachnahme) - Grundwissen
   

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Vertrag (Nachnahme)

In einem Kaufvertrag kann die Lieferung gegen Nachnahme geregelt werden.

Lieferung gegen Nachnahme bedeutet, dass der Verkäufer verpflichtet ist, die Ware dem Käufer zu senden. Zuvor kann der Verkäufer den Kaufpreis nicht fordern.

Mit der Anlieferung wird der Kaufpreis fällig. Der Käufer hat den Kaufpreis zu bezahlen.

Da der Geldschuldner bei Anlieferung der Ware den Rechnungsbetrag bezahlen muss, bevor er die Ware ausgehändigt bekommt und untersuchen kann, ist der Kunde vorleistungspflichtig (BGH, 08. Juli 1998 - VIII ZR 1/98, unter II.2.b). Der Anspruch auf Sachübergabe und Eigentumsverschaffung wird erst nach der Kaufpreiszahlung fällig (erst Kaufpreiszahlung, dann Sachübergabe).

Der Anlieferer (Frachtführer) ist berechtigt den Rechnungsbetrag einzuziehen (siehe auch Frachtrecht).

Ist die Lieferung gegen Nachnahme in AGB gereglt, dann ist AGB-Recht zu beachten (siehe AGB).

Die Nachnahme ist der Vorkasse ähnlich, da auch bei der Vorkasse der Käufer vor Erhalt der Ware den Kaufpreis bezahlen muss. Der Unterschied besteht darin, dass bei der Vorkasse der Verkäufer die Ware erst versendet, wenn er den Kaufpreis bereits erhalten hat (siehe Vorkasse).

Thema des Monats (Januar: Gutschein und Laufzeit)

Gutscheine werden von Händlern ausgegeben. Die meisten Gutschein sind Geschenkgutscheine.
Auf einem Geschenk-Gutschein steht der Geldbetrag und der Leistungsgegenstand, häufig ist auch der Name des Berechtigten (Beschenkten) genannt.

Das Thema des Monats umfasst den Gutschein mit Namen, Gutschein ohne Namen, Einlösefrist, Verfallsdatum, Gültigkeit

Nähere Informationen, siehe Detail


Hinweise

Seite aktualisiert: 15.01.2012, Copyright 2018