jura-basic (Lexikon: Wohnung Zeitmietvertrag) - Grundwissen
   

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Mietwohnung (Zeitmietvertrag)

Begriff und Bedeutung

Ein Zeitmietvertrag über einen Wohnraum ist ein zeitlich befristeter Wohnungsmietvertrag.

Ein zeitlich befristeter Wohnungsmietvertrag bedeutet, dass der Mietvertrag nach Zeitablauf endet, ohne dass eine Kündigung erforderlich ist (§ 542 Abs. 2 BGB@). Zum Schutz des Wohnungsmieters ist eine zeitliche Begrenzung der Mietzeit gesetzlich gesondert geregelt.

Wird der Mietvertrag für längere Zeit als ein Jahr geschlossen, ist Schriftform erforderlich, ansonsten gilt der Vertrag für unbestimmte Zeit (§ 550 BGB@). Bei Zeitverträge unter einem Jahr findet diese Vorschrift keine Anwendung.

Unabhängig der Laufzeit sind bei Zeitmietverträge über Wohnraum die Regelungen des § 575 BGB@ zu beachten. Danach bedarf ein Mietverhältnis über Wohnraum auf bestimmte Zeit der Angabe eines Befristungsgrundes. Bei einer zeitliche Befristung ohne Angabe von Gründen gilt das Mietverhältnis als auf unbestimmte Zeit abgeschlossen (vgl. § 575 Abs. 1 BGB@).

Der Gesetzgeber lässt nur bestimmte Befristungsgründe zu (siehe Inhaltsübersicht, dort 3. Befristungsgründe ).

Haben die Parteien einen wirksamen Zeitmietvertrag abgeschlossen, dann ist während der Mietzeit eine ordentliche Kündigung nicht möglich.

Vom Zeitmietvertrag ist der unbefristeten Mietvertrag mit zeitlich begrenztem Kündigungsausschluss zu unterscheiden (siehe Vertrag mit befristetem Kündigungsausschluss).

Inhaltsübersicht..   (jura-basic)


Hinweise

Seite aktualisiert: 10.06.2015, Copyright 2017