jura-basic (Lexikon: Handelsmakler Vermittlung) - Grundwissen
   

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Handelsmakler

Vermittlung

Rz. 6

Im Vordergrund der Maklerleistung steht die Vermittlung der Gelegenheit zum Abschluss von bestimmten Geschäften.

Wer gewerbsmäßig für andere Personen, ohne von ihnen auf Grund eines Vertragsverhältnisses ständig damit betraut zu sein, die Vermittlung von Verträgen über Anschaffung oder Veräußerung von Waren oder Wertpapieren, über Versicherungen, Güterbeförderungen, Schiffsmiete oder sonstige Gegenstände des Handelsverkehrs übernimmt, hat die Rechte und Pflichten eines Handelsmaklers (§ 93 Abs. 1 HGB@).

Zur Vermittlung von Verträgen genügt nicht die Bekanntgabe (Nachweis) der Gelegenheit zum Vertragsschluss. Vermitteln heißt verhandeln und Herbeiführung der Abschlussbereitschaft des potentiellen Vertragspartner des Auftraggebers. Den angestrebten Vertragsabschluss kann der Auftraggeber selbst vornehmen, ohne Makler.

Der Maklerlohn entsteht mit Abschluss des angestrebten -vermittelten- Vertrags.

Hierzu zählen insbesondere:

  • die Vermittlung von Verträgen über Anschaffung oder Veräußerung von Waren oder Wertpapieren,

  • die Vermittlung von Verträgen über Versicherungen,

  • die Vermittlung von Verträgen über Güterbeförderungen,

  • die Vermittlung von Verträgen über Schiffsmiete.

Auf die Vermittlung anderer als der bezeichneten Geschäfte, insbesondere auf die Vermittlung von Geschäften über unbewegliche Sachen (Immobilien) finden die Vorschriften für Handelsmakler (§ 93 ff. HGB@) keine Anwendung (§ 93 Abs. 2 HGB@). Daher sind Grundstücks- und Wohnungsmakler (Immobilienmakler) keine Handelsmakler, aber Makler nach § 652 BGB@.


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