jura-basic (Lexikon: GbR ) - Grundwissen
   

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GbR (Allgemeines)

Begriff und Bedeutung

Die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) ist eine Personenvereinigung. Sie entsteht durch einen Personenzusammenschluss zur Verfolgung eines gemeinsamen Zwecks (§ 705 BGB@).

Die Vereinbarung zur Zweckverfolgung kann mündlich oder schriftlich erfolgen. Daher ist für den Gesellschaftsvertrag die Schriftform nicht erforderlich.

Der gemeinsame Zweck kann unterschiedliche Ziele haben. Sofern der Zweck der Gesellschaft auf den Betrieb eines Handelsgewerbes gerichtet ist, liegt wegen dem Typenzwang eine OHG nach § 105 Abs. 1 HGB@ vor (siehe gemeinsamer Zweck).

Die Gesellschaft ist eine rechtsfähige Personengesellschaft, da sie unter ihrem Namen Rechte erwerben, Verbindlichkeiten eingehen und Eigentum erwerben kann (§ 14 Abs. 2 BGB@). Sie kann selbst Vertragspartnerin und Eigentümerin einer erworbenen Sache sein. Sie tritt nach außen als geschlossene Einheit aller Gesellschafter auf.

Dies war nicht immer so. Über 100 Jahre galt die GbR als nicht rechtsfähige Personengesellschaft. Erst im Jahre 2001 hat der BGH entschieden, dass die GbR als eine rechtsfähige Personengesellschaft anzusehen ist (siehe Personengesellschaft).

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Hinweise

Dokument-Nr. 000349, Fachgebiet: Handelsrecht- u. Gesellschaftsrecht

Autor, siehe Impressum

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