jura-basic (Lexikon: Thema des Monats (Januar: Gutschein und Laufzeit)) - Grundwissen
   

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Thema des Monats (Januar: Gutschein und Laufzeit)

Einleitung

Gutscheine werden von Händlern ausgegeben.

Die meisten Gutscheine sind Geschenkgutscheine.

Beim Geschenkgutschein zahlt der Kunde einen gewissen Betrag an den Unternehmer. Im Gegenzug erhält der Kunde eine Urkunde, in der das Guthaben bzw. Leistungsgegenstand sowie häufig auch der Name des Berechtigten genannt ist.

Der Verkäufer muss nur gegen Vorlage des Gutscheins leisten.

Gutscheine werden mit und ohne Namen des Berechtigten ausgegeben.

Gutscheine

  • ohne Namen des Berechtigten sind rechtlich Inhaberkarten (siehe Inhaltsübersicht, 4. Inhaberkarte)

  • mit Namen des Berechtigten können Namenspapiere sein (siehe Inhaltsübersicht, 5. Namenspapier).

Abhängig vom Einzelfall können Gutscheine mit Namen rechtlich auch als Legitimationspapiere ausgestaltet sein.

Gutscheine ohne Befristung (Verfallsdatum) können nicht zeitlos eingelöst werden. Zivilrechtliche Ansprüche können nach der gesetzlichen Konzeption nicht unbegrenzte Zeit durchgesetzt werden. Sie unterliegen der Verjährung. Die regelmäßige Verjährungsfrist beträgt drei Jahre (§ 195 BGB@). Verjährt der Gutschein, dann kann der Gutscheininhaber seinen Anspruch wegen Eintritt der Verjährung rechtlich nicht mehr durchsetzen. Ist auf dem Gutschein ein Verfallsdatum (Befristung) aufgedruckt, dann muss der Händler nach Ablauf der Frist nicht mehr leisten, sofern die Befristung des Gutscheins wirksam ist. Nicht jede Einlösefrist ist zulässig (siehe Inhaltsübersicht, 11. Verfallsdatum, Befristung).

Inhaltsübersicht..   (jura-basic)


Hinweise

Seite aktualisiert: 14.11.2017, Copyright 2018