jura-basic (Lexikon: Tarifbindung Beiderseitige-Tarifbindung) - Grundwissen
   

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Tarifvertrag (Tarifbindung, Tarifgebundenheit)

Beiderseitige Tarifbindung

Rz. 2

Beiderseitige Tarifbindung bedeutet, dass Arbeitnehmer und Arbeitgeber tarifgebunden sein müssen, um dass die Regelungen des Tarifvertrags gelten.

Dies betrifft insbesondere die arbeitsrechtlichen Regelungen im Tarifvertrag. Für Außenseiter gelten diese Regelungen nicht.

Beispiel: Der tarifgebundene Unternehmer U vereinbart mit dem gewerkschaftlich angehörigen Arbeitnehmer AN einen Stundenlohn von 10 € pro Stunde, obwohl im Tarifvertrag 15 € pro Stunde steht.

Die vertragliche Lohnvereinbarung verstößt gegen die Tarifnorm und ist daher nichtig. An die Stelle der vertraglich nichtigen Lohnvereinbarung tritt die tarifliche Lohnvereinbarung.

Die Tarifgebundenheit bleibt bestehen, bis der Tarifvertrag endet (§ 3 Abs. 2 TVG@).


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Dokument-Nr. 0001295 (Details, unten bei Hinweise), © jura-basic 2022

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