jura-basic (Lexikon: ArbeitaufAbruf) - Grundwissen
   

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Arbeitsverhältnis (Arbeit auf Abruf)

Begriff und Bedeutung

Rz. 1

Bei der Arbeit auf Abruf hat der Arbeitnehmer seine Arbeitsleistung entsprechend dem Arbeitsanfall zu erbringen (vgl. § 12 Abs. 1 TzBfG@).

Der Arbeitnehmer steht dem Arbeitgeber auf Abruf bereit.

Durch das Abrufarbeitsverhältnis besteht auch außerhalb der konkreten Arbeitseinsätze eine Dienstleistungspflicht des Arbeitnehmers. Der Arbeitnehmer muss aber nicht die ganze Woche auf einen Anruf des Arbeitgebers warten.

Bei der Arbeit auf Abruf muss eine bestimmte Dauer der wöchentlichen und täglichen Arbeitszeit festgelegt werden. Wenn die Dauer der wöchentlichen Arbeitszeit nicht festgelegt ist, gilt eine Arbeitszeit von 20 Stunden als vereinbart (§ 12 Abs. 1 TzBfG@).

Wenn die Dauer der täglichen Arbeitszeit nicht festgelegt ist, hat der Arbeitgeber die Arbeitsleistung des Arbeitnehmers jeweils für mindestens drei aufeinander folgende Stunden in Anspruch zu nehmen (§ 12 Abs. 1 TzBfG@, siehe Mindestarbeitszeit, Rz.3).

Der Arbeitnehmer ist nur dann zur Arbeitsleistung verpflichtet, wenn der Arbeitgeber ihm die Lage seiner Arbeitszeit mindestens 4 Tage im Voraus mitteilt (§ 12 Abs. 3 TzBfG@, siehe Ankündigungsfrist, Rz.4).

Die Arbeit auf Abruf kommt oft im Rahmen eines Minijobs vor.

Von der Arbeit auf Abruf sind die Vereinbarungen mit Tagesaushilfen zu unterscheiden (siehe Tagesaushilfen).


|| Rz. 2 >>

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Dokument-Nr. 000714 (Details, unten bei Hinweise), © jura-basic 2021

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