jura-basic (Lexikon: Krankheit Krankengeld) - Grundwissen
   

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Arbeitsverhältnis (Krankheit)

Krankengeld

Krankengeld wegen Arbeitsunfähigkeit

Von der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall durch den Arbeitgeber ist das Krankengeld wegen Arbeitsunfähigkeit zu unterscheiden. Das Krankengeld bezahlt die Krankenkasse.

Wird ein Arbeitnehmer durch Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit an seiner Arbeitsleistung verhindert, ohne daß ihn ein Verschulden trifft, dann hat er einen Anspruch auf Lohnfortzahlung gegenüber dem Arbeitgeber bis zur Dauer von sechs Wochen (§ 3 Abs. 3 EntgFG@).

Nach Ablauf von 6 Wochen haben Versicherte einen Anspruch auf Krankengeld (§ 44 SGB V@) in Höhe von 70 % des regelmäßig erzielten Arbeitsentgelts (§ 47 Abs. 1 SGB V@). Versicherte sind z.B. Arbeiter, Angestellte und Auszubildende, die gegen Arbeitsentgelt beschäftigt sind (§ 5 Abs. 1 Nr. 1 SGB V@).

Der Anspruch auf Krankengeld besteht für den Fall der Arbeitsunfähigkeit wegen derselben Krankheit für längstens achtundsiebzig Wochen innerhalb von je drei Jahren (§ 48 SGB V@).

Haben sich Versicherte eine Krankheit vorsätzlich zugezogen, kann die Krankenkasse eine Leistungsbeschränkung vornehmen (§ 52 SGB V@).

Krankengeld wegen Kindeserkrankung

Eltern haben einen Anspruch auf Krankengeld bei Erkrankung des Kindes (§ 45 Abs. 1 SGB V@).

Dieser Anspruch besteht in jedem Kalenderjahr für jedes Kind längstens für 10 Arbeitstage, für Alleinerziehende längstens 20 Arbeitstage (§ 45 Abs. 2 SGB V@). Bei mehreren Kindern ist dieser Anspruch begrenzt auf max. 25 Arbeitstage bzw. für Alleinerziehende auf 50 Arbeitstage.

Krankmeldung

Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, dem Arbeitgeber die Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer unverzüglich anzuzeigen. Eine bestimmte Form für die Mitteilung ist nicht erforderlich (s.u. Krankmeldung in der Inhaltsübersicht).

Kleinbetriebe

Für Kleinbetriebe (nicht mehr als 30 Beschäftigte) ist die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall durch den Arbeitgeber (gemäß § 3 EntgFG@) wirtschaftlich schwierig. Sie können daher 80 Prozent der bezahlten Vergütung über § 1 AAG@ (Aufwendungsausgleichsgesetz) erstatten erhalten. Die zu gewährenden Beträge werden den Arbeitgebern von der Krankenkasse ausbezahlt, bei welcher der Arbeitnehmer versichert ist (§ 2 AAG@).

Inhaltsübersicht..   (jura-basic)


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Seite aktualisiert: 15.05.2017, Copyright 2017