jura-basic (Lexikon: Bürgschaft) - Grundwissen
   

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Bürgschaft

1. Bürgschaft, Begriff und Bedeutung

Durch den Bürgschaftsvertrag verpflichtet sich der Bürge gegenüber dem Gläubiger eines Dritten, für die Erfüllung der Verbindlichkeit des Dritten einzustehen (§ 765 Abs. 1 BGB@).

Vertragspartner sind der Bürge und der Gläubiger. Da nur der Bürge sich verpflichtet, liegt ein einseitig verpflichtender Vertrag vor.

Der Bürge verpflichtet sich für die Schuld des Dritten und somit für eine fremde Schuld. Er sichert einen Anspruch des Gläubigers gegen den Schuldner.

Beispiel: Hans will bei der Bank ein Darlehen aufnehmen. Die Bank will einen Dritten als Bürgen. Der Bürge soll für die Erfüllung der Verbindlichkeiten von Hans einstehen bzw. soll einen Anspruch der Gläubigerbank gegen den Darlehensnehmer sichern.

Die Bürgschaftserklärung bedarf der Schriftform (§ 766 Abs. 1 BGB@).

Sofern der Bürgschaftsvertrag zugleich ein Haustürgeschäft ist, hat der Bürge ein Widerrufsrecht.

Der Bürge kann die Befriedigung des Gläubigers verweigern, solange nicht der Gläubiger eine Zwangsvollstreckung gegen den Hauptschuldner ohne Erfolg versucht hat (sog. Einrede der Vorausklage).

Von der Bürgschaft ist der Garantievertrag abzugrenzen. Das Garantieversprechen bezieht sich auf eine eigene Schuld.

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Seite aktualisiert: 15.01.2012, Copyright 2017