jura-basic (Lexikon: Schuldnerverzeichnis) - Grundwissen
   

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Schuldnerverzeichnis

Das Schuldnerverzeichnis soll den redlichen Geschäftsverkehr vor nicht kreditwürdigen Schuldnern schützen.

Der zuständige Gerichtsvollzieher ordnet von Amts wegen die Eintragung des Schuldners in das Schuldnerverzeichnis an, wenn beispielsweise:

  • der Schuldner seiner Pflicht zur Abgabe der Vermögensauskunft nicht nachgekommen ist. Der Schuldner ist zur Abgabe einer Vermögensauskunft verpflichtet, wenn der Gerichtsvollzieher eine Geldforderung vollstrecken will (§ 802c ZPO@).

  • eine Vollstreckung nach dem Inhalt des Vermögensverzeichnisses des Schuldners offensichtlich nicht geeignet wäre, zu einer vollständigen Befriedigung des Gläubigers zu führen, auf dessen Antrag die Vermögensauskunft erteilt wurde (§ 882c Abs. 1 ZPO@).

Die Eintragungsanordnung soll kurz begründet werden (§ 882c Abs. 2 ZPO@).

Gegen die Eintragungsanordnung nach § 882 ZPO@ kann der Schuldner binnen zwei Wochen seit Bekanntgabe Widerspruch beim zuständigen Vollstreckungsgericht einlegen (§ 882d ZPO@).

Jedermann kann auf Antrag Auskunft aus dem Schuldnerverzeichnis erhalten, wenn er ein berechtigtes Interesse darlegt (§ 882f ZPO@). Die Löschung aus dem Schuldnerverzeichnis erfolgt nach Ablauf von drei Jahren von Amts wegen (§ 882e Abs. 1 ZPO@). Sie kann bereits früher erfolgen, wenn beispielsweise die vollständige Befriedigung des Gläubigers nachgewiesen worden ist (§ 882e Abs. 3 ZPO@).


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Seite aktualisiert: 15.12.2012, Copyright 2017