jura-basic (Lexikon: Vollmacht) - Grundwissen
   

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Stellvertretung (Vollmacht)

1. Begriff und Bedeutung

Die Vertretungsmacht ist die Befugnis des Vertreters eine Willenserklärung im Namen des Vertretenen abzugeben (vgl. § 164 Abs. 1 BGB@).

Die Willenserklärung des Vertreters wirkt unmittelbar für und gegen den Vertretenen, wenn der Vertreter im Namen des Vertretenen mit Vertretungsmacht gehandelt hat (siehe Stellvertretung).

Ist dem Vertreter die Vertretungsmacht durch eine Erklärung des Vertretenen erteilt worden, dann wird die Vertretungsmacht als Vollmacht bezeichnet.

Die Vollmacht ist die vom Vollmachtgeber durch Erklärung erteilte Vertretungsmacht. Die Vollmachtserteilung ist eine einseitige empfangsbedürftige Willenserklärung. Mit Zugang der Willenserklärung erhält der Adressat die Vertretungsbefugnis (s.u. Erteilung).

Die Vertretungsbefugnis kann erteilt werden:

  • durch Erklärung gegenüber dem Vertreter (Innenvollmacht),

  • durch Erklärung gegenüber dem Dritten (Außenvollmacht),

  • durch Erklärung an die Öffentlichkeit (§ 171 BGB@; öffentliche Bekanntmachung),

Bei einem Handeln im fremden Namen ohne Vollmacht, liegt ein Handeln ohne Vollmacht vor (s.u. Handeln ohne Vollmacht).

Von der Vollmacht ist die gesetzliche Vertretungsmacht zu unterscheiden (siehe gesetzliche Vertretungsmacht).

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Seite aktualisiert: 10.11.2016, Copyright 2017