jura-basic (Lexikon: Musikwerk Melodienschutz) - Grundwissen
   

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Urheberrecht (Musik, Melodienschutz)

Der Melodienschutz eines Musikwerkes ist in § 24 Abs. 2 UrhG@ geregelt.

Ein Musikwerk darf ohne Zustimmung des Urhebers verändert werden, wenn die Veränderung als freie Benutzung des Werks angesehen werden kann (vgl. § 24 Abs. 1 UrhG@). Dies ist der Fall, wenn durch die Veränderung ein neues selbständige Werk geschaffen wird. Dazu ist erforderlich, dass die neue Version einen solchen Abstand zum Original hat, dass das Originalwerk hinter der neuen Version verblasst und die Veränderung als persönliche geistige Schöpfung des Bearbeiters anzusehen ist (siehe freie Benutzung).

Auf die freie Benutzung des Musikwerks kann sich der Bearbeiter nicht berufen, wenn in der neuen Version noch die Melodie des Originalwerkes herauszuhören ist (§ 24 Abs. 2 UrhG@, sog. Melodienschutz). Wegen des Melodienschutzes nach § 24 Abs. 2 UrhG@ sind neue Coverversionen regelmäßig erlaubnispflichtig.

Bei einem Remix oder Sound-Samling kann eine freie Benutzung vorliegen (siehe Musikwerke).

Hinweise

Seite aktualisiert: 15.01.2012, Copyright 2017