jura-basic (Lexikon: Vervielfältigungsrecht) - Grundwissen
   

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Urheberrecht (Vervielfältigungsrecht)

Begriff und Bedeutung

Dem Urheber steht das ausschließliche Recht zu, sein Werk zu vervielfältigen. Das Vervielfältigungsrecht gehört zu den Verwertungsrechten in körperlicher Form (§ 15 Abs. 1 Nr. 1 UrhG@).

Das Vervielfältigungsrecht des Urhebers ist das Recht, Vervielfältigungsstücke des Werkes herzustellen, gleichviel ob vorübergehend oder dauerhaft, in welchem Verfahren und in welcher Zahl (§ 16 Abs. 1 UrhG@).

Als Verfahrenstechniken kommen Kopieren, Telefax, Scannen, Brennen oder Drucken in Betracht. Durch diese Verfahren wird ein Werk körperlich vervielfältigt.

Kopieren, Telefaxen, Scannen, Brennen oder Drucken sind wirtschaftlich betrachtet auch selbständige Nutzungsarten und für die Einräumung von Nutzungsrechten von Bedeutung (siehe Einräumung von Nutzungsarten).

Das Vervielfältigungsrecht des Urhebers erfasst nicht nur detailgenaue (1:1) Vervielfältigungen, sondern auch Verkleinerungen, die über keine eigene schöpferische Ausdruckskraft verfügen (BGH, 29.04.2010 -I ZR 69/08).

Nach § 16 Abs. 2 UrhG@ ist auch die Übertragung des Werkes auf Vorrichtungen zur wiederholbaren Wiedergabe von Bild- oder Tonfolgen (Bild- oder Tonträger) eine Vervielfältigung (§ 16 Abs. 2 UrhG@).

Da der Urheber bestimmen kann, ob er sein Werk vervielfältigen will (§ 16 UrhG@), bedürfen Kopien der Zustimmung des Urhebers.

Das Vervielfältigungsrecht ist zu beachten, bei

  • Werke fotografieren

  • Digitalisierung

  • Bildwerke nachmalen

  • Musikwerke nachspielen oder aufzeichnen

  • Computerprogramme starten

  • Verkleinerung

  • Download

  • Browsing, Caching

  • Streaming

Das Vervielfältigungsrecht gilt nicht uneingeschränkt. Es wird durch gesetzliche Vorschriften zugunsten der Allgemeinheit eingeschränkt, z.B. das Recht zur Privatkopie.


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